Die Philippinen im Wandel der Geschichte
Republika ñg Pilipinas


Unabhängigkeit und Demokratisierung
1946 bis 1972
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Unabhängigkeit und konstitutionelle Regierungen, 1945-72


Trotz der Demoralisierung durch den Krieg, einer galloppierenden Inflation und dem Mangel an Lebensmitteln und anderen Gütern bereitete sich das philippinische Volk auf den Übergang in seine Unabhängigkeit vor, die für den 4. Juli 1946 vorgesehen war. Eine ganze Reihe von Fragen war noch ungelöst, und sie betrafen vornehmlich den Handel und Aspekte der Sicherheit zwischen den Inseln und den Vereinigten Staaten. In den ersten Monaten nach Japans Kapitulation kam noch die Kollaboration als wichtiges Thema hinzu, welches das Land in zwei Lager aufspaltete und das politische Leben vergiftete. Die meisten Commonwealth Parlamentarier und Führer, wie beispielsweise Laurel, Claro Recto und Roxas hatten in der von Japan gestützten Regierung gedient. Noch während des Krieges hatten allierte Führer hinter vorgehaltener Hand die Aussage getroffen, dass ihre Gegenspieler auf provinzieller und kommunaler Ebene schwer bestraft werden sollten. Harold Ickes, dem als Innenminister der Vereinigten Staaten die Zivilverwaltung auf den Inseln unterstand, schlug vor, dass alle Beamten, die im Rang eines Lehrers und darüber standen und die mit den Japanern kooperiert hatten, das Wahlrecht für die erste Wahl nach dem Krieg entzogen werden sollte. Osmeña argumentierte dagegen, dass jeder Einzelfall gesondert geprüft werden musste.

Die Lösung des Problems warf ernsthafte, moralische Fragen auf, die die Grundfesten des politischen Systems berührten. Die Kollaborateure gaben vor, sie hatten sich nur mit den Besatzern eingelassen, um dem Volk die harte Behandlung durch die japanische Besatzungmacht zu ersparen. Bevor Quezon im März 1942 Corregidor verlassen musste, hatte er noch Laurel und José Vargas, dem Bürgermeister von Manila, aufgetragen, sich bereitzuhalten, mit den Japanern zu verhandeln; aber sie sollten es ablehnen, einen Eid der Lovalität abzulegen. Obgleich Laurel nur der Präsident einer "Marionettenregierung" wurde, trat er den Japanern mehrere Male entschieden entgegen und machte ihnen klar, dass seine Loyalitäöt zuerst den Philippinen galt und erst dann dem von Japan angestrebten Groß-ostasisiatischen- Wirtschaftsraum.

Den Kollaborateuren wurde oft die Kritik des Opportunismus vorgeworfen und sich selbst bereichert zu haben, während das Volk hungerte. Dennoch wurden antikollaborative Gefühle weitgehend von den Vorbehalten des Volkes gegenüber der Elite genährt. Sowohl auf lokaler wie auch auf nationaler Ebene waren es hauptsächlich die Grundeigentümer, die hohen Beamten und die politische Führungsebene gewesen, die die Japaner unterstützt hatten. Meistens geschah es aus dem Grund heraus, um sich mit Hilfe deren Truppen und der neu formierten philippinischen Polizei ihr Grundeigentum zu sichern und auf dem Lande den Status quo zu erhalten. Pächter und Landarbeiter bekamen am härtesten die Macht der Japaner zu spüren. Guerillas, besonders jene, die den "Huks" angehörten, stammten überwiegend aus dem Heer der Landpächter und Landarbeiter, die sich anfangs nur organisiert hatten, um sich gegen die philippinische Polizei und den japanischen Repressalien zu wehren.

Das Thema der Kollaboration konzentrierte sich auf Roxas, den Vorkriegssprecher der Nationalisten im Unterhaus, der als Minister für die Reisbeschaffung und Wirtschaftspolitik in Laurels Kriegsregierung tätig gewesen war. Als enger Freund von McArthur aus Vorkriegstagen hielt er Kontakt zu den Geheimdiensten der Alliierten während des Krieges und 1944 unternahm er einen erfolglosen Versuch, auf alliiertes Gebiet zu entkommen. was ihn in den Augen des Generals rechtfertigte. McArthur ünterstützte Roxas in seinen Ambitionen für eine Präsidentschaft, für welche er im Januar 1946 seine Kandidatur für die neu gegründete "Liberale Partei" (der liberale Flügel der "Nationalen Partei" formierte diese neue Partei) ankündigte. McArthurs Favorit erfuhr viel Kritik, besonders weil andere kollaborierende Führer ins Gefängnis gesteckt wurden und auf ihre Prozesse warteten. Eine sehr rachsüchtig geführte Präsidentschaftskampagne begann, in der Roxas Rolle während des Krieges das zentrale Thema war. Roxas sprach ebenso offen und freimütig über seinen Gegner von den Nationalisten, den alternden und wehleidigen Osmeña. Am 23. April 1946 erhielt Roxas bei der Wahl 54 Prozent der Stimmen, und die "Liberale Partei" erreichte die Mehrheit im Parlament.

Am 4. Juli 1946 wurde Roxas zum ersten Präsidenten der unabhängiugen Republik der Philippinen ernannt. 1948 erließ er eine allgemeine Amnestie für Kollaborateure, die all jene betraf, die nur dafür angeklagt waren und nicht für jene galt, denen schwere kriminelle Vergehen vorgeworfen wurden. Die Widerstandsfähigkeit der Vorkriegselite, die als bemerkenswert anzusehen ist, hatte einen bitteren Nachgeschmack in den Köpfen des Volkes hinterlassen. Somit verband sich das Thema der Kollaboration in den ersten Jahren der Republik eng mit alten, bäuerlichen Entbehrungen und Leiden und führte teilweise zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.



Wirtschaftsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten nach der Unabhängigkeit


Wenn die feierliche Gründung des Commonwealth im November 1935 bereits das größte Ereignis in der Beziehung zwischen den Philippinen und den Vereinigten Straaten war, so war das aktuelle Ereignis der Unabhängigkeit in mancher Hinsicht ein illusionsloser Antiklimax. Die Wirtschaftsbeziehungen blieben das entscheidende Problem. Die philippinische Wirtschaft hing in höchstem Maße von dem amerikanischen Markt ab. Nach Paul McNutt, dem Hohen Kommissar der Vereinigten Staaten hing sie mehr davon ab wie vom Rest des ganzen Landes. Eine solche Bürde einer besonderen Beziehung bei der Unabhängigkeit war eigentlich undenkbar, und große Landeigentümer, besonders jene, die viel Zuckerrohr anbauen ließen, traten dafür ein, den freien Markt zuzulassen. Das "philippinische Handelsgesetz" passierte den Kongress der Vereinigten Staaten noch 1946 und ist allgemein unter der Bezeichnung "Bell Akt" bekannt geworden, und es sah vor, den freien Markt bis zum Jahr 1954 zu beizubehalten. Danach sollten die Zölle jährlich um 5 Prozent angehoben werden, bis sie im Jahr 1974 die Höhe von 100 Prozent erreichten. Für philippinische Produkte wurden Quoten festgelegt, die sowohl die Periode des freien Handels wie auch die Zeit des zu verzollenden Warenaustausches betraf. Während dieser ganzen Zeit sollten keine Handelsbeschränkungen auf die Einfuhr amerikanischer Waren erlassen werden können, und es sollten auch keine Importzölle fällig werden. Der philippinische Peso wurde zu einem festen Wechselkurs an den Dollar der Vereinigten Staaten gebunden.

Die kontroverseste Klausel des "Bell Akts" aber war der "Paritätsklausel", die Bürgern der Vereinigten Staaten in wirtschaftlicher Hinsicht die gleichen Rechte zugestand wie den Filipinos, beispielsweise in der Ausbeutung natürlicher Rohstoffe. Wenn Paritätsprivilegien einzelner Personen oder Firmen eingeschränkt würden, so behielt sich der amerikanische Präsident das Recht vor, jeden Aspekt des Handelsabkommens neu zu überdenken. Die Zahlung von der Kriegsentschädigung, die sich auf 620 Millionen USD belief und im philippinischen Rehabilationsgesetz von 1946 festgesetzt worden war, wurde von der Akzeptierung der "paritätsklausel" abhängig gemacht.

Der "Bell Akt" wurde am 2. Juli, zwei Tage vor der Unabhängigkeit, vom philippinischen Parlament angenommen. Die "Paritätsklausel" jedoch bedurfte eine Ergänzung, die sich auf den Artikel 13 der Verfassung von 1935 bezog und welche die Ausbeutung natürlicher Resourcen nur für Filipinos vorgesehen hatte. Diese Ergänzung konnte nur erreicht werden, wenn dreiviertel der Mitglieder des Unterhauses, des Senats und eine Volksabstimmung ihre Zustimmung erteilten. Trotz der Weigerung von sechs Mitgliedern des Hauses aus der linken Demokratischen Allianz und von drei Nationalisten aufgrund persönlicher Kränkung durch die heftige Kampagne vor Roxas Wahl im April 1946 gelang es Roxas, die Zustimmung des Parlaments am 18. September zu erhalten. Die Auslegung von dreiviertel wurde ein neuer Streitfall, denn es wurden dreiviertel der anwesenden Abgeordneten gezählt und nicht dreiviertel der Sitze des Unterhauses und die des Senats. Die Ergänzung wurde angenommen und vom obersten Gerichthof zugunsten der Interpretation der Verwaltung bestätigt.

Im März 1947 wurde eine Volksabstimmung über die Ergänzung abgehalten, an der nur 40 Prozent der Wahlberechtigten teilnahmen. Aber die Mehrheit davon entschied sich dafür, und so wurde die Ergänzung endgültig angenommen. Der "Bell Akt", besonders die "Paritätsklausel", wurde von Kritikern als eine unentschuldbare Aufgabe nationaler Souveränität angesehen. Der Druck der Zuckerbarone, besonders die aus Roxas Heimatregion der westlichen Inseln von Visayas und anderer Interessenverbände von Landeigentümern war nicht zu übersehen. Im Jahr 1955 wurde ein überarbeitetes Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und den Philippinen (das "Laurel-Langley-Abkommen") ausgehandelt. Dieses Übereinkommen strich die Autorität der Vereinigten Staaten, den Wechselkurs des Peso zu kontrollieren, setzte einige "Paritätsklauseln" außer Kraft, erhöhte die Zucker-Quote und verlängerte den Zeitplan der Reduktion anderer Quoten und für den progressiven Anstieg von Zöllen auf philippinische Handelsgüter, die in die Staaten exportiert wurden.



Sicherheitsvereinbarungen


Die Philippinen wurden zu einem integrierten Bestandteil der sich ergebenden amerikanischen Sicherheitsvereinbarungen im westlichen Pazifik nach der Bestätigung des Abkommens zur Einrichtung von Militärbasen im März 1947. Die Vereinigten Staaten erhielten die Kontrolle über dreiundzwanzig militärische Einrichtungen, einschließlich von Clark Airbase und die umfangreichen Marineanlagen in der Subic Bucht, für einen Zeitraum von neunundneunzig Jahren. Die Vereinigten Staaten erhielten vor den philippinischen Behörden die volle Gerichtsbarkeit für die von den Militäreinrichtungen benutzten Flächen, einschließlich die der Steuerhoheit und die der Verfolgung von Straftätern, was auch die Filipinos einschloss, die zum Servicepersonal der Vereinigten Staaten gehörten. Dieses Sonderrechte der Militärbasen blieben ein kontroverses Thema der beiden Länder bis in die neunziger Jahre.

Das militärische Beistandsabkommen wurde ebenfalls im März 1947 unterzeichnet. Dieser Vertrag sah eine Militärberatergruppe der Vereinigten Staaten vor, welche die Streitkräfte der Philippinen beraten und ausbilden sollte und die autorisiert war, über Hilfsgüter und Material im Wert von 169 Millionen USD bis zum Jahre 1957 zu entscheiden. Viel Hilfe wurde benötigt, die philippinische Polizei gegen Ende des Jahres 1947 im Angesicht wachsender internationaler Spannungen auszurüsten und zu reorganisieren. Ein Kontingent philippinischer Truppen wurde 1950 nach Korea entsandt, und im August 1951 unterschrieben die beiden Nationen ein gegenseitiges Verteidigungsabkommen zwischen der Repulik der Philippinen und den Vereinigten Staaten von Amerika.



Die "Huk" Rebellion


Am Ende des 2. Weltkrieges befanden sich die meisten ländlichen Regionen, besonders in Zentral-Luzon, in einem hochexplosiven Zustand. Die japanische Besetzung hatte den Kampf der Landbevölkerung für bessere Lebensbedingungen nur hinausgezögert. Ernste Spannungen entstanden als Großgrundbesitzer, die während der Kämpfe aus den ländlichen Gebieten geflohen waren, gegen Ende 1945 wieder in ihre Dörfer zurückkehrten und die rückständige Pacht forderten. Sie bemühten die Militärpolizei und eigenes, bewaffnetes Personal, um ihre Forderungen durchzusetzen. Nahrungsmittel und andere Güter waren kaum vorhanden. Der Krieg hatte die Animositäten zwischen der Elite, die größtenteils die Japaner unterstützt hatten, und den Pächtern, die Mitglieder im Widerstand gewesen waren, zugespitzt. Da sie Erfahrung mit Waffen hatten und kampferprobt waren und zudem in den Kriegjahren viele Freunde und Verwandte an die Japaner und an die philippinischen Polizei verloren hatten, waren sie als Veteranen der Guerillas und ihnen nahe stehende Sympathiesanten nicht mehr so willig, sich den Landeigentümern zu beugen wie noch vor 1942.

McArthur hatte Taruc und Casto Alejandrino, die beiden "Huk" Führer 1945 inhaftieren lassen und den Streitkräften der Vereinigten Staaten befohlen, die "Huk" Guerillas zu entwaffnen und aufzulösen. Die "Huks" waren weitgehend identisch mit der sich aus ihr gebildeten Pampansang Kaisahan ñg mga Magbubukid (PKM - Nationale Bauern Gewerkschaft), die am stärksten in den Provinzen Pampanga, Bulacan, Nueva Ecija und Tarlac vertreten war und über 500.000 Mitglieder hatte. Als Teil der linken "Demokratischen Allianz" (Bündnis von Sozialisten und Kommunisten), welche auch ländliche linke Gruppen und Gewerkschaften von Arbeiter einschloss, unterstützte die PKM Osmeña und die Nationalisten gegen Roxas in ihrer Wahlkampagne von 1946. Sie taten es nicht allein deswegen, weil Roxas ein Kollaborateur gewesen war, sondern auch weil Osmeña ein neues Gesetz versprochen hatte, welches den Pächtern statt der 50 Prozent oder weniger gar 60 Prozent der Ernte überlassen sollte.

Sechs Kandidaten der "Demokratischen Allianz" gewannen Sitze im Parlament, einschließlich Taruc, der zusammen mit anderen Führern aus dem Gefängnis entlassen worden war, aber deren Ausschluss aus dem Parlament wegen des Verdachts, terroristische Methoden angewandt zu haben, provozierte eine große Unruhe in den Wahlbezirken, in denen sie gewählt worden waren. Ständige, gewaltätige Landeigentümer- und Polizeiaktionen gegen die bäuerlichen Aktivitäten, die in der Ermordung des PKM Führers Juan Felco im August 1946 gipfelten, veranlasste die "Huk" Veteranen, ihre Waffen auszugraben und in den Provinzen von Zentral-Luzon einen Aufstand zu beginnen. Der Name der "Huk" Bewegung wurde von "Antijapanischer Volksarmee" in "Volksbefreiungsarmee" (Hukbong Mapagpalaya ñg Bayan) geändert.

Roxas Politik gegenüber den "Huks" pendelte zwischen Verhandlungsangeboten und unerbittlicher Unterdrückung. Seine Verwaltung rief eine Agrarkommission ins Leben, und man erließ ein Gesetz, nach dem den Pächtern 70 Prozent der Ernte zugestanden wurde, was in den ländlichen Gebieten doch ungeheuer schwer durchzusetzen war. Die "Huks" ihrerseits forderten die Rückkehr der Abgeordneten der "Demokratischen Allianz" in das Unterhaus, die Auflösung der Militärpolizei, die von 1945 - 1948 weitgehend die Aufgaben der philippinischen Polizei übernommen hatte und eine Generalamnestie. Man weigerte sich auch, die Waffen abzugeben. Im März 1946 erklärte Roxas die "Huks" zu eine illegale und subversive Organisation und begann mit landesweiten Fahndungen nach ihnen.

Aufgrund von Roxas Tod durch einen Herzinfarkt im April 1948 eröffnete sein Nachfolger, Elpidio Quirino mit dem "Huk" Führer Taruc Verhandlungen, die keinen Erfolg brachten. Im selben Jahr entschied die kommunistische PKP, die Rebellion zu unterstützen und überwand damit ihre Vorbehalte, sich von der Bauernbewegung abhängig zu machen. Obwohl es ihr an Anhängern aus dem bäuerlichen Stand mangelte, erklärte die PKP, sie würde die "Huks" in allem unterstützen und ab 1950 beschrieb sie sie als den "militärischen Arm" der Revolutionsbewegung, die die Regierung stürzt. Gleich von Beginn an verdächtigte die Regierung die "Huk" Bewegung, kommunistisch unterwandert und ein verlängerter Arm der internationalen Strategie der Cominform aus Moskau auf Luzons Hochebenen zu sein. Dennoch lag der ursächliche Anlass des Aufstandes in den Leiden der Bauern und nicht in leninistischen Thesen. Die Hauptfaktoren bestanden in den langjährigen Konflikten zwischen Großgrundbesitzern und Pachtbauern, in denen sich die Regierung letzlich aufgrund der Kriegswirren und vielleicht auch aufgrund der aufständischen Tradition, die über Jahrhunderte zurückreichte, scheinbar auf die Seite der Bauern begab. Der Historiker Benedict Kerkvliet sagt: "Die PKP konnte die Bauernbewegung weder inspirieren noch konnte sie sie kontrollieren... Was der Wahrheit sicherlich näher kommt, ist die Vermutung, dass sie zwischen ständig einer Allianz und einem Rückzug aus der Verbindung mit der Bauernbewegung in Zentral-Luzon schwankte." Die meisten Bauern zeigten nur ein geringes Interesse an den Sozialismus, und sie hatten auch kein Wissen darüber. Sie forderten lediglich bessere Konditionen und nicht die Umverteilung von Land oder dessen Kollektivierung. Die Beziehung zwischen den Landeigentümern und den Pächter als solche war gefordert und der ausbeuterische und unpersönliche Umgang in der Vergangenheit.

Die Erfolge der "Huks" erreichten ihren Höhepunkt in den Jahren von 1949 und 1951. Gewalt ging mit den Präsidentschaftwahlen vom November 1949 einher, aus der Quirino mit Unterstützung der "Liberalen Partei" wiedergewählt wurde, und sie führte dazu, dass sich viele Bauern den "Huks" anschlossen. Nach den Wahlen soll es 11.000 bis 15.000 bewaffnete "Huks" gegeben haben. Obgleich der Kern des Aufstandes weiterhin von Zentral-Luzon ausging, wurden "Huk" Komitees auch in den Provinzen im südlichen Tagalog, in Nord-Luzon, auf den Visayas Inseln und auf Mindabao gegründet. Antirgierungsaktivitäten breiteten sich in allen Gebieten außerhalb des Kernlandes der Bewegung aus.

Zum Jahresanfang 1951 jedoch begannen die Kräfte zu schrumpfen. Dieses war teilweise auf die schlechte Ausbildung zurückzuführen und die Greueltaten, die von einzelnen "Huks" verübt worden waren. Ihre Misshandlungen an Negrito Völkern machten es ihnen nahezu unmöglich, sich der Bergregionen zu bedienen, in denen die negriden Stämme lebten, und das Attentat auf Aurora Quezon, der Witwe des ehemaligen Präsidenten, und auf ihre Familie durch "Huks" brachte die ganze Nation gegen sie auf. Zahlreiche "Huks" waren zu einfachen Mördern und Bankräubern degeneriert. Darüber hinaus litt die Bewegung nach den Worten einiger Guerilla Veteranen unter eine gewisse "Schlachtmüdikeit". Da ihr ein Hinterland fehlte, wie es die Demokratische Volksrepublik von Vietnam (Nord Vietnam) den von ihnen unterstützten Vietcong Guerillas bot oder wie es die durch die chinesischen Kommunisten befreiten Gebiete vor 1949 taten, befanden sich die "Huks" ständig auf der Flucht. Auch waren die "Huks" hauptsächlich in Zentral-Luzon aktiv, was der Regierung gestattete, ihre Kräfte zu bündeln. Ein weiterer, entscheidender Faktor war die bessere Qualität der Ausbildung der Streitkräfte der Philippinen durch Soldaten der Vereinigten Staaten und die durch die Quirino Regierung besser auf den Bauernaufstand vorbereitete Polizei.



Die Regierungen von Magsaysay, Garcia und Macapagal, 1953- 65


Ramon Magsaysay, ein Mitglied des Kongresses aus der Provinz Zambales und ein Veteran einer Guerillaeinheit, die während des Krieges nicht zu den "Huks" gehörte, wurde 1950 Verteidigungsminister. Er begann eine Kampagne, die Aufständischen militärisch zu schlagen und richtete damit die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Regierung. Mit Hilfe der Vereinigten Staaten und mittels derer Berater verbesserte er erheblich die Schlagkraft der bewaffneten Streitkräfte, deren Einsätze gegen die "Huks" lange uneffektiv und schwerfällig gewesen waren. 1950 wurde die Polizeitruppe den bewaffneten Streitkräften einverleibt (zuvor hatte sie dem Innenministerium unterstanden) und behielt dennoch ihre eigene Kommandostruktur. Alle bewaffneten Streitkräfte hatten sich einer strengen Disziplin zu unterwerfen und ihr Verhalten in den Dörfern wurde sichtlich mehr honoriert. Die Landbevölkerung zeigte sich gegenüber Magsaysay dankbar, dass er die gewalttätigen Übergriffe und übertriebenen Befriedungstaktiken beendet hatte, die oft schlimmer waren als jene aus den Zeiten der japanischen Besetzung.

Im April 1953 wurde er von der "Nationale Partei" zum Präsidentschaftskandidaten ernannt, und Magsaysay gewann fast zwei Drittel der Stimmen gegenüber seinem Gegner, Quirino, im Novbember desselben Jahres. Er wurde oft mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Andrew Jackson, verglichen, denn Magsaysay gab sich als Mann des Volkes. Er lud tausende von Landpächter und Arbeiter zu einer Besichtigung des Malacñang Palastes, dem Präsidentenpalast in Manila, ein und ermutigte die Bauern, ihm gebührenfreie Telegramme mit ihren Beschwerden zu schicken. Auf dem Lande wurden eine Reihe von kleineren aber höchst wirksamen Projekten gestartet. Es wurden Brücken gebaut, Straßen und Wege angelegt, Bewässerungskanäle gezogen und artesische Brunnen gebohrt. Für Meinungsverschiedenheiten zwischen Landeigentümern und Pächtern wurden ortsnahe Schiedsgerichte eingerichtet, landwirtschaftliche Fortbildungsprogramme wurden abgehalten und Bauern erhielten zinsgünstige Kredite. Das Landwirtschaftsentwicklungsprojekt siedelte rund 950 Familien auf einem Grund und Boden auf Mindanao an, welchen die Regierung dort gekauft hatte. In den folgenden Jahren wurden mit diesem Programm auf die verschiedensten Weisen die Ansiedlung armer Familien aus dem christlichen Norden in traditionelle Moslemgebiete gefördert. Obwohl das Programm etwas den Bevölkerungsdruck im Norden minderte, verschärfte es gleichzeitig die jahrhunderte alte Feindschaft zwischen Moslems und Christen. Die Gefangennahme und Tötung der "Huk" Führer, die Auflösung der "Huk" Komitees und schließlich die Aufgabe von Taruc im Mai 1954 markierte das Schwinden einer Bedrohung durch die "Huks".

Magsaysays Vizepräsident, Carlos P. Garcia, wurde die Präsidentschaft nach Magsaysays Tod durch einen Flugzeugabsturz im März 1957 übertragen und wurde kurz darauf durch Wahlen in seinem Amt bestätigt. Garcia vertrat nationale Thesen, die da lauteten: "Filipinos zuerst" und Schlagworte enthielten wie die von der "respektablen Unabhängigkeit". Weitere Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über die Fragen der Militärbasen fanden 1959 statt. Ein schnelles Abkommen konnte mit den Vereinigten Staaten über die Rückgabe von Land erzielt werden, welches sich die Staaten für eventuelle Basen reserviert hatte und das man jetzt nicht länger benötigte. So übergaben die Vereinigten Staaten die Stadt Olongapo, nördlich von Manila an der Subic Bucht gelegen, der philippinischen Verwaltung, die bis dahin der Gerichtsbarkeit der Marine der Vereinigten Staatewn unterstanden hatte.

Die Wahl von 1957 hatte erstmaliug dazu geführt, dass ein Vizepräsident einer anderen Partei als die des Präsidenten gewählt wurde. Der neue Vizepräsident, Diosdado Macapagal, war der Kandidat der "Liberalen Partei", welchen die Anhänger von Magsaysay wählten, nachdem sie erfolglos versucht hatten, eine aussichtsreiche dritte Partei zu formieren. In dem Jahr 1961, in dem erneut Präsidentschaftswahlen stattfanden, hatte sich die "Liberale Partei" wieder soweit erholt, dass sie die Präsidentschaft für Macapagal gewinnen konnte. Während dieser Wahl wurden erstmals die Stimmen aus den Wahllokalen von Wahlbeobachtern, die dort von Zeitungen hingeschickt worden waren, sofort weitergereicht, nachdem diese ausgezählt worden waren. Dieses System, welches als Operation Schnellzählung bekannt wurde, sollte Wahlbetrug vorbeugen helfen.

Die Frage der Gerichtsbarkeit über das Sevicepersonal der Vereinigten Staaten auf den Philippinen, war nach den Gesprächen von 1959 noch nicht abschließend geklärt worden, und es begann erneut, ein Problem in der Beziehung der beiden Länder zueinander zu werden. Eine Serie von Zwischenfällen in der Zeit von 196ß bis 1965, die hauptsächlich mit Clark Air Base in Verbindung standen, ließen erhebliche antiamerikanische Gefühle aufkommen und führten zu Demonstrationen. Neue Verhandlungen wurden aufgenommen und führten im August 1965 zu einem Übereinkommen, welches die Annahme eines ähnlichen Statuses vorsah, welcher für die Streitkräfte der NATO bezüglich derGerichtsbarkeit krimineller Handlungen vorsah. In den vier darauf folgenden Jahren konnten Verträge über mehrere Angelegenheiten, die die Basen betrafen, erzielt werden, und sie betrafen 1966 auch eine Klausel zu dem Vertrag von 1947, in welcher das Auslaufdatum für die von den Vereinigten Staaten benutzten Militäreinrichtungen auf 1991 neu fixiert wurde.

Die philippinische Außenpolitik unter Macapagal suchte nach einer Annäherung zu benachbarten, asiatischen Völkern. Im Juli 1963 lud er zu einem Gipfeltreffen in Manila ein, an dem die Philippinen, Indonesien und Malaysia teilnahmen. Es wurde die Gründung einer Organisation mit der Bezeichnung MAPHILINDO vorgeschlagen. In der lokalen Presse wurde das Ereignis wie die Realisierung eines Traums von Rizal bezüglich der Vereinigung der malayischen Völker gefeiert. MAPHILINDO wurde als regionale Vereinigung gepriesen, die sich Themen von gleichem Interesse im Geiste eines gemeinsamen Konsenzes annehmen sollte. MAPHILINDO wurde jedoch schnell wieder zu den Akten gelegt, denn es fanden fortgesetzte Konfrontationen zwischen Indonesien und dem neu gegründeten Staat Malaysia statt, und die Philippinen erhoben auchg Ansprüche auf die Provinz Sabah, einem Territotium im Nordosten von Borneo, welches sich 1963 dem malayischen Staat angeschlossen hatte.



Marcos und der Weg zum Notstandsgesetz, 1965-72


Nach der Präsidentschaftswahl von 1965 triumphierte der Kandidat der Nationalisten, Ferdinand E. Marcos (1917 - 1990) über Macapagal. Marcos sollte die politische Szene während der nächsten zwei Jahrzehnte beherrschen - erst als gewählter Präsident von 1965 bis 1969 und dann ab 1972 als virtueller Diktator, da er das Notstandsgesetz ausrief. Er wurde in der Provinz Ilocos del Norte am nordwestlichen Ende der Insel Luzon in einer traditionell armen Region geboren, die noch von Familienclans geprägt wurde. Er wurde ein ausgezeichneter Student der Rechtswissenschaften, der in den späten dreißiger Jahre sogar sehr erfolgreich vor dem obersten Gerichtshof zu argumentieren verstand, als er den Verdacht des Mordes gegen ihn von sich abwenden konnte (er stand im Verdacht, einen politischen Rivalen seines Vaters erschossen zu haben). Während des 2. Weltkrieges nahm Marcos an der Schlacht von Bataan teil und behauptete von sich, eine Guerillaeinheit mit dem Namen "Maharlikas" geführt zu haben. Wie viele anderen Stationen seines Lebenslaufs, kamen Marcos Personalakte sowie die große Anzahl amerikanischer und philippinischer Kriegsorden (einschließlich den Ehrenorden des philippinischen Kongresses), die er vorgab, erhalten zu haben, erst sehr spät während der letzten Jahre seiner Präsidentschaft unter mysteriösen Umständen an die Öffentlichkeit. Seine Geschichten über eine saubere Kriegsführung, welche den Medien zugespielt wurden, um während seiner Regierungszeit einen Personenkult um ihn zu errichten, fesselten nicht nur die Filipinos sondern auch die amerikanischen Präsidenten und die Mitglieder des Kongresses.

!949 gewann Marcos einen Sitz im philippinischen Unterhaus und wurde 1959 Senator. Seine 1954 geschlossene Ehe mit der früheren Schönheitskönigin Imelda Romualdez stattete ihn mit einer photogenen Lebenspartnerin und einer geübten Promotorin aus. Sie verfügte ebenfalls über familiäre Bindungen an die mächtige, politische Dynastie der Familie Romualdez von der Visayas-Insel Leyte.

Während seiner ersten Amtsperiode als Präsident initiierte Marcos ehrgeizige, öffentliche Beschäftigungsprogramme. Er ließ Straßen, Brücken, Schulen, Gesundheitszentren und Bewässerungsanlagen bauen, und er förderte die Verschönerung von Gemeinden. Diese verbesserten einerseits die Lebensqualität und füllten andererseits großzügig die Geldbeutel seiner Freunde. Für öffentliche Arbeiten wurde aus politischen Gründen sehr viel Geld ausgegeben; für ihn war es eine Politik, die ihm nichts kostete, und die ihm nur Anhänger einbrachte, denn beide, die lokalen Eliten wie auch die gewöhnlichen Leute, betrachteten ein neues Bürgerhaus oder eine schöne, neue Brücke als Gewinn. Im Gegensatz dazu das Landreformprogramm, welches auch Marcos wie Macapagal und dessen Vorgänger versprochen hatte, hätte die politisch einflussreiche Elite der Großgrungbesitzer gegen ihn aufgebracht und wäre niemals wirkungsvoll umgesetzt worden.

Marcos warb nachhaltig um wirschaftliche und militärische Hilfe aus den Vereinigten Staaten, aber er widersetzte sich dem Druck von Präsident Lyndon B. Johnson, entscheidend in den 2. Indochinakrieg (Vietnamkrieg) hineingezogen zu werden. Marcos Beitrag zu dem Krieg war die Entsendung eine auf 2.000 Mann begrenzten Anzahl Soldaten aus der philippinischen Eingreifgruppe in die Republik Vietnam (Süd Vietnam) von 1966 bis 1969. Die Philippinen gehörten zu den Gründungsmitgliedern der "Association of Southern Asian Nations" (ASEAN - Gemeinschaft südostasiatischer Nationen), die 1967 gebildet wurde. Die Auseinandersetzungen mit dem ASEAN-Mitglied Malaysia um die Provinz Sabah im Nordosten von Borneo wurden fortgeführt, und nach einer Meuterei in der Armee und die Ermordung einiger Moslems durch Soldaten im Jahr 1968 (der "Corredidor Zwischenfall") wurde bekannt, dass die philippinische Armee heimlich eine Spezialeinheit trainierte, um Sabah zu infiltrieren.

Obwohl Marcos 1969 für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt wurde - Marcos war der erste Präsident der unabhängigen Philippinen, dem seine Wiederwahl gelang - war die optimistische Atmosphäre, die seine ersten Amtsjahre begleitet hatten, weitgehend verflogen. Das Wirtschaftswachstum hatte sich verlangsamt. Die gewöhnlichen Filipinos, besonders jene in den ländlichen Gebieten, bemerkten den Rückgang der Lebensqualität zuerst, was sich besonders im sprunghaften Anstieg der Kriminalitätsrate ausdrückte. Der kommunistische Aufstand, besonders die Aktivitäten der "Huks", war seit den späten fünfziger Jahren zu einem reinen Gangsterunwesen degeneriert. Aber die Kommunisten der philippinischen Marxisten-Leninisten, die gewöhnlich zu der "Kommunistischen Partei der Philippinen" (PKP) gezählt wurden, erweckten 1968 diese Organisation über ihre eigene Partei, der CPP, zusammen mit dem Maoisten in Teilen der Provinz Tarlac nördlich von Manila, erneut, und sie hatten nur wenige Mitglieder aus den Reihen der PKP. Der militärische Arm der CPP, die "New People's Army" (NPA - Neue Volksarmee), breitete sich schnell von Tarlac aus in andere Teile des Archipels aus. Auf Mindanao und auf den Sulu Inseln kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Moslems und Christen, wobei die Christen von der Regierung mit Umsiedlern aus dem Norden nachhaltig verstärkt wurden, und die Unruhen wurden dadurch noch weiter angeheizt. 1969 wurde auf malaysischem Gebiet die Moro National Liberation Front (MNLF- Nationale Befreiungsfront der Moros) gegründet. Die MNLF verstand sich als eine von Malaysia und anderer islamischer Staaten des Mittleren Ostens (einschließlich Libyen) unterstützte Untergrundarmee

Die sorgfältig aufgebaute "Camelot" Atmosphäre der ersten Amtszeit von Marcos, in der er sich gern in der Rolle des John F. Kennedy mit Imelda als seine Jackie sah, brach 1970 zur großen, allgemeinen Verunsicherung nach den unehrenhaftesten Wahlen in der philippinischen Geschichte in sich zusammen, und man befürchtete, dass Marcos die seit 1935 gültige Verfassung ändern lassen würde, um sich an der Macht zu halten. Am 30. Januar 1970 kam es zur "Schlacht von Mendiola"; sie wurde nach einer Straße benannt, die am Malacañang Palast, dem Amtssitz des Präsidenten, entlangführt. Aufgebrachte studentische Demonstranten versuchten gegen rohe Polizeigewalt, den Palast zu stürmen, und es gab viele Verletzte.

Wahllose Bombadierungen, die von offizieller Seite den Kommunisten angelastet wurden und höchstwahrscheinlich von Agenten der Regierung ausgelöst wurden, ereigneten sich in Manila und in anderen Großstädten. Die meisten von ihnen verursachten nur Sachschäden, aber eine Granatenexplosion auf der Plaza Miranda in Manila während einer Veranstaltuung der oppositionellen "Liberalen Partei" tötete am 21. August 1971 neun Menschen und verwundete weitere 100 Personen (8 der Verwundeten waren Kandidaten der "Liberalen Partei" für den Senat). Obgleich nie sicher geklärt werden konnte, wer für den Bombenanschlag verantwortlich gewesen war, beschuldigte Marcos die Linken und erklärte den Ausnahmezustand - eine Vorstufe zum Notstandsgesetz. Aber der Zwischenfall wies nicht zu ignorierende Spuren auf, die eine Regierungsbeteiligung sehr wahrscheinlich machten

Die politischen Führer der Regierung und der Opposition kamen darin überein, dass die Verfassung des Landes, die noch von den Amerikanern aus der Kolonialzeit stammte, von einer neuen ersetzt werden sollte, um als Basis für eine gründliche Reform des politischen Systems zu dienen. Im Jahr 1967 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches einen Verfassungsrat auf eine gesetzliche Grundlage stellte, und drei Jahre später wurden die Delegierten dieser Versammlung gewählt. Sie trat erstmalig im Juni 1971 zusammen.

Die Verfassung von 1935 begrenzte den Präsidenten auf zwei Amtsperioden. Oppositionelle Delegierte, die fürchteten, ein vorgeschlagenes parlametarisches System würde Marcos ermöglichen, sich für eine unbegrenzte Zeit an der Macht zu halten, unterbreiteten in der Versammlung im September 1971 einen Vorschlag, einer Forderung zuzustimmen, Marcos und den Mitgliedern seiner Familie die Position des Staatsoberhauptes zu verwehren, sobald es zu einer wie auch immer gearteten Verständigung über die neue Verfassung kommen sollte. Doch Marcos setzte sich mit Bestechung und mit unverhohlenen Drohungen durch und konnte den drohenden Bann im folgenden Sommer abwenden. Sogar, wenn es Marcos möglich gewesen wäre 1973 an der Wahl erneut teilzunehmen, so zeigten schon die Halbzeitwahlen von 1971 einen Umschwung in der öffentlichen Meinung und dass weder er, noch sein designierter Nachfolger, Verteidigungsminister Enrile, oder die zunehmend ehrgeizige Imelda Marcos, seinen Erzrivalen, Senator Benigno "Ninoy" Aquino, zu schlagen imstande waren.

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