Zeitgeschichte der Philippinen
Republika g Pilipinas


ABU SAYYAF
1986 bis heute
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von
Günter Schwarz & Rosalinda Morgado-Schwarz
2002
Alle Rechte vorbehalten

Hinweis:
Aufgrund der Tatsache, dass lediglich Sekundärquellen zur Verfügung stehen und wir teilweise gar auf Gerüchte angewiesen waren, um das Thema zu recherchieren, sind die folgenden Erkenntnisse leider relativ dürftig, lückenhaft und unvollständig.
Sollten Sie, verehrte Leser, über gesicherte und bestätigte Informationen zu diesem Thema verfügen, so bitten wir Sie, uns diese (wenn möglich) im Interesse aller zur Verfügung zu stellen, die daran interessiert sind, zumindest einigermaßen gesicherte Informationen zu diesem Thema zu erhalten.


Abu Sayyaf oder Abu Sayyaf Gruppe (ASG)

Die Abu Sayyaf Gruppe erhielt ihren Namen von Professor Abdul Rasul Sayyaf, einem afghanischen Intellektuellen, der eine ultrakonservative islamische Ideologie predigte, die "Wahabi" genannt wird. Sie selbst bezeichnen sich oft auch als "Bearer of the Sword " (Träger des Schwertes).

Abu Sayyaf Gruppe

Als Mudschaheddin-Kämpfer in Afghanistan soll Abdurajak Janjalani, der als Gründer der Abu Sayyaf Gruppe auf den Philippinen gilt, in einer Guerillaeinheit unter dem Kommando von Prof. Abdul Rasul Abu Sayyaf gedient haben, der seine Gruppe im Jahre 1986 aufgebaut hatte und dessen - programmatischen? - Beinamen sich Janjalani später zulegte.



Islamische Richtung

Die Moros der südlichen Philippinen unterliegen hauptsächlich sunnitisch, wahabitischen Einflüssen.



Allgemeine Informationen

  • Die Abu Sayyaf Gruppe unterhält ihre Basen hauptsächlich auf den Sulu Inseln, auf Basilan und Jolo sowie auf den Tawi-Tawi Inseln der Philippinen.


  • Die ersten Mitglieder wurden vornehmlich auf der Insel Yakan rekrutiert.


  • Die Abu Sayyaf Truppen wurden auf den Sulu Inseln und den Tawi-Tawi Inseln, auf Basilan und in entlegenen Plätzen auf Mindanao von besonders ausgesuchten Offizieren ausländischer Armeen aber auch von Offizieren der philippinischen Streitkräfte ausgebildet.


  • Nach Informationen, die das amerikanische Außenministerium veröffentlichte, operiert Kampfgruppe der ASGdie Gruppe in erster Linie in den südlichen Philippinen und entsendet gelegentlich auch Mitglieder nach Manila. Aber sie weitete ihre Operationen auch auf Malaysia aus, indem man Ausländer aus zwei verschiedenen Urlauberressorts entführte.


  • Unter anderem finanziert die Gruppe ihre Aktivitäten dadurch, dass man Lösegeld durch Kidnapping wohlhabener Geschäftsleute und ausländischer Touristen erpresst, die sich in den südlichen Philippinen und im malaysischen Teil des nördlichen Borneos aufhalten.


  • Die Grundausstattung an finanziellen Mitteln und Waffen erhielt die Abu Sayyaf Gruppe durch verdeckte Operationen der Amerikaner, die sehr wahrscheinlich mit dem CIA in Verbindung standen. Usama Bin Laden (der verdächtigt wird, der Drahtzieher der Zerstörung des World Trade Centers in New York am 11. September 2001 gewesen zu sein) könnte vormals einer der wichtigsten Kuriere der Abu Sayyaf Gruppe oder der Waffenlieferanten oder für beide gewesen sein.

  • Höchstwahrscheinlich erhält die Gruppe Unterstützung von islamischen Extremisten aus dem Mittleren und Nahen Osten sowie aus dem südlichen Asien.


Geschichte

  • 1978: Die Moro Islamic Liberation Front (MILF) entsteht aus ihrer Abspaltung von der Moro National Liberation Front (MNLF)


Die Ursprünge der Abu Sayyaf Gruppe reichen bis in die Ära der Marcos-Nachfolgerin, Präsidentin Corazon Aquino, zurück, die in den Jahren 1986/87 Friedensverhandlungen mit einem der Gründer der Moro National Liberation Front (MNLF), Nur Misuari, aufnahm, der sich schon seit einigen Jahren in Libyen im Exil aufhielt. Diese Verhandlungen scheiterten auf ganzer Linie, und vor allen Dingen trugen sie zunächst auf der Insel Basilan - und später auch auf Jolo und auf den Tawi-Tawi Inseln - zur Desillusionierung seiner zahlreichen, früheren Weggefährten bei. Die Fraktion ehemaliger MNLF-Krieger verdächtigten Misuari des Verrats, und er verlor gänzlich ihr einstiges Vertrauen. Neue Idole, wie die des Ayatollah Khomeini (große Poster von ihm waren überall in den versteckt gelegenen MNLF Dschungel-Lagern von iranischen Missionaren verteilt worden) und der islamischen Widerstandskämpfer, die von Stützpunkten in Pakistan aus gegen das kommunistische Regime in Kabul, welches durch sowjetische Panzer in Afghanistan errichtet worden war, kämpften, waren zu den neuen Helden der islamischen Welt aufgestiegen. Einige Mitglieder der späteren Abu Sayyaf Gruppe erhielten ihre militärische Grundausbildung in diesen Lagern, die beidseitg der pakistanisch - afghanischen Grenze eingerichtet worden waren, und im Laufe der Zeit wurden sie vornehmlich von afghanischen Talibans sowohl militärisch ausgebildet als auch ideologisch geschult.

Vor allen Dingen waren die früheren Aktivisten der MNLF zutiefst enttäuscht über die "Kapitulation" ihres früheren Führers Misuari und nach ihrer Meinung über die Missachtung des islamischen Einflusses auf die Politik der MNLF. Folglich waren es auf Basilan die zwei ehemaligen MNLF-Kämpfer Ustadz Wahab Akbar und Ustadz Abdurajak Janjalani, die zunehmend mehr Anhänger in ihrer Erneuerungsbewegung vereinigten, die den Namen "Al Harakatul al Islamiya" (Islamische Bewegung) trug. Akbar, der in Ägypten ausgebildet worden war, und Janjalani hatten die Vision, eine "reine" islamische Gesellschaft zu schaffen und einen unabhängigen Staat auf den philippinischen Inseln zwischen Mindanao und Borneo zu gründen, der sich später auch über die gesamte südliche Hauptinsel der Philippinen, Mindanao, erstrecken sollte.

Bevor Janjalani aus Afghanistan zurückkehrte, und bevor er zur islamischen Autorität auf Basilan wurde und viele junge, talentierte Leute um sich scharen konnte, die in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens studiert hatten, hatte Akbar bereits an seinem Ziel gearbeitet, dass die Jugend den Koran ausschließlich in arabischer Sprache lesen und studieren sollte. Es war Ende der 80er Jahre, als es Janjalani gelang, aus dem Ausland über Umwege nach Basilan zurückzukehren. Anstatt aus Saudi Arabien und Libyen (lange Jahre diente es als Exil für Nur Misuari und einigen anderen MNLF-Führern) gleich nach dem Studium der Fächer Islamische Religion und Militärwissenschaften in seine Heimat zurückzukehren, schloss er sich den Mudschaheddins in Afghanistan an, um dort die sowjetrussische Besatzung des Landes zu bekämpfen. Es heißt, er diente unter dem Kommando von Professor Abdul Rasul Abu Sayyaf, der seine Guerillagruppe 1986 aufgebaut hatte. Später auf Basilan nahm Janjalani den - programmatischen? - Namen seines ehemaligen Kommandeurs an.

Nach unbestätigten Informationen war er ein furchloser Kämpfer in Afghanistan, und sein Ansehen unter seinen meist jungen Anhängern auf Basilan basiert auf diesem Gerücht. Er wurde als Kontrast zu dem MNLF-Führer Misuari gesehen, der unter dem Verdacht stand, mit der philippinischen Regierung in Manila zu kooperieren und die islamische Bevölkerung verraten zu haben. 1989 endete der "Dschihad" (heilige Krieg) in Afghanistan mit dem Rückzug der letzten sowjetischen Truppenverbände. Und innerhalb weniger Tage wurde Abu Sayyafs Name unter allen islamisch Gläubigen auf Basilan und in Zamboanga, der Stadt der Basilan auf Mindanao gegenüber liegt, berühmt.

ASG Pressekonferenz Anfangs war die Ausbildung der Mudschaheddins im Guerillakrieg vom CIA unter aktiver Zusammenarbeit mit Geheimdiensten der Streitkräfte verschiedener Länder vorgenommen worden, worunter sich auch die Streitkräfte der Philippinen befanden. Später, nachdem sich die Sowjets 1989 aus Afghanistan zurückgezogen hatten, kehrten die Mudschaheddins entweder nach Hause zurück, oder sie wanderten in andere Länder ab, um die militärischen Erfahrungen, die sie im Afghanistankrieg gesammelt hatten, in die Dienste bestimmter fundamentalistischer Kreise des Islams zu stellen. Im Fall der Filipino Muslim Mudschaheddins kehrten die meisten aus ihren Lagern in und um Peshawar aus Pakistan in die verschiedenen Gegenden Mindanaos zurück. John K. Cooley schreibt in seinem Buch 'Unheilige Kriege!: "Diese Gruppe (von Filipino Muslim Mudschaheddins) war der Kern einer bewaffneten Guerillabande von mehreren Hundert Männern, die aus den Lagern bei Peshawar (Pakistan) am Ende des Afghanistan Krieges auf die südlichen philippinischen Inseln zurückgekehrt waren. Unter dem Namen von Abu Sayyaf operiert die Gruppe unter dem Deckmantel gegen vermeintliche Moro muslimische Verletzungen."

Schon der Gedanke ist überwältigend - fast unfassbar nach unserer Auffassung - dass der CIA der Vorbereiter der Abu Sayyaf Gruppe gewesen ist und dass einige Offiziere des philippinischen Militärs sozusagen als Geburtshelfer bei ihrer "Entbindung" mitgeholfen haben und diese "Hooligans" unter illegalen - und wenn nicht - so doch unter äußerst fragwürdigen Begleitumständen aufgepäppelt haben und die es ihr erst ermöglicht haben, ihre kriminellen Aktivitäten bis zum heutigen Tage fortzuführten.

  • 1991: Abu Sayyaf spaltet sich von MNLF unter Führung von Abdurajik Abubakar Janjalani ab.

  • 1996: Moro National Liberation Front (MNLF) schließt ein Friedensbkommen mit der philippinischen Regierung - wesentlicher Bestandteil: die Integration 7.500 früherer MNLF-Kämpfer in die Streitkräfte (AFP) und Nationalpolizei (PNP)
    - Doch die bereits Integrierten pflegen enge Kontakte zu ihren ehemaligen Weggefährten, einschließlich zur Abu Sayyaf Gruppe - wichtiger noch: Sie sind oftmals verwandtschaftlich mit ihnen verbunden.
    - Abu Sayaff Kämpfer wurden schon in den frühen 90er Jahren rekrutiert, um als freiwillige Mujahidins den amerikanischen Untergrundkampf in Afghanisten zu bekämpfen.

  • Bis 1993 war Abu Sayyaf ein wesentliches Destabilisierungselement, von sämtlichen reaktionären Kräften als eine Art Subunternehmen instrumentalisiert, um Chaos und interreligiöse Konflikte zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen auf den Philippinen gezielt zu schüren.

  • Die 1993-1996 hauptsächlich in Indonesien geführten Gesprächsrunden zwischen der MNLF und der Ramos-Regierung endeten am 2. September 1996 mit der Unterzeichnung eines endgültigen Friedensvertrages.


Führer (wichtige Personen)

Khaddafy Janjalani

Khadaffy Janjalani alias DAF/PEK Als Chef der Aby Sayyaf Gruppe gilt Khaddafy Janjalani alias DAF/PEK. Unzählige Male wurde aber in den westlichen Medien der Vorsitzende der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF), Hashim Salamat, als Abu Sayyaf-Chef ausgegeben. Der Geheimdienstgeneral José Calimlim wird sich über seine famos geglückte Desinformation mächtig gefreut haben. Salamat, den Vorsitzenden der heute bedeutensten und größten Moro-Widerstandsbewegung, in einen Topf mit Abu Sayyaf zu werfen, ist nicht nur gefährlicher Unfug und ein Irrtum - das hat Methode. Schließlich hatte der inzwischen abgelöste Präsident Joseph Estrada höchstpersönlich mehrfach öffentlich den Moro-Rebellen "den totalen Krieg" erklärt und den Befreiungsbewegungen der Moros unterschiedslos mit ihrer "Pulverisierung" gedroht.

Khadaffy Janjalani "Daf" studierte Islamistik in Marawi City und erhielt einen militärischen Crash Course in Pakistan. Er wurd zunächst als "Emir" der Basilan Gruppe ernannt. Er heiratete Sherma, eine Kuisine 1. Grades und Tochter von Ustadz Hussein Manatad, der einer der religiösen Führer der Tabuk Moschee in Isabella auf Basilan ist.

Khaddafy Janjalani diente einst in der Philippinischen Nationalpolizei (PNP) und stand zeitweilig unter Aufsicht der Streitkräfte (AFP) in Manilas Camp Crame. Bis heute bleibt unklar, ob er auf freien Fuß gesetzt wurde, ob er entfliehen konnte oder gar in bestimmter Mission unterwegs ist und für die philippinische Regierung tätig ist bzw. war.

Edwin Angeles

Zu Beginn der 90er Jahre kam eine neue Komponente ins Spiel, die für das philippinische Militär und den Geheimdienst des Landes wenig schmeichelhaft ist. Ich beschränke mich hier auf den Fall von Edwin Angeles. Dieser, ein Agent der Sicherheitskräfte, trat zu der Zeit zum Islam über, avancierte alsbald zu einem der Feldkommandeure der Abu Sayyaf Gruppe und war für mehrere deren Militäroperationen verantwortlich. 1995 kehrte Angeles der Abu Sayyaf den Rücken, tauchte unter, um im Januar 1999 von Sicherheitskräften erschossen aufgefunden zu werden. Einen Monat zuvor hatte es den Gründer von Abu Sayyaf, Abdurajak Abubakar Janjalani, erwischt, der während eines Feuergefechts mit Armeeeinheiten ums Leben kam. Seitdem hat sein Bruder Khaddafy Janjalani die Führung der ASG übernommen.

Edwin Angeles, der innerhalb der ASG besser als Ibrahim Yakub bekannt ist, stand mit philippinischen Geheimdienststellen der AFP SouthCom (dem für die gesamte Region zuständigen Südkommando der Streitkräfte der Philippinen) in Zamboangas und mit Intelligence Units (Geheimdienst) der Philippinischen Nationalpolizei (PNP) in Kontakt und befürwortete Kidnapping als eine für die Organisation unerlässliche Maßnahme, um Einkünfte zu beschaffen.

Aldam Tilao

Aldam Tilao alias ABU SABAYA Aldam Tilao alias ABU SABAYA extravaganter Charakter bot sich geradezu an, ihn zum Sprecher der Abu Sayyaf Gruppe zu ernennen, und er trat erstmals im April 2000 in den Medien auf. Er ist ein ehemaliges Mitglied der MNLF (Moro National Liberation Front) und sammelte erste militärische Erfahrungen während des Tschad-Krieges in der Sahara und. Aldam Tilao studierte Maschinenbau an den A.E. Colleges in Zamboanga.

Galib Andang

Galib Andang alias COMMANDER ROBOT

Hinter Galib Andang alias COMMANDER ROBOT stehen (standen?) die Kommandeure Mujib Agga Susukan, Said Suaib und Abu Pula Jumdail, die alle alte Rechnungen mit Misuari (Unterhändler während der Geiselnahme 2000 und Chef der MNLF), mithin also mit dem Staatsapparat, zu begleichen haben. Der Vater von Mujib beispielsweise, ein alter Kampfgefährte Misuaris und MNLF-Provinzkommandeur, kam vor einigen Jahren in einem Feuergefecht mit Regierungstruppen ums Leben. Und Mujib selbst, der Misuari nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens 1996 um politische und finanzielle Unterstützung bat, fühlte sich maßlos brüskiert, als dieser ihn einfach links liegen ließ.

Galib Andang nahm 1995 erste Kontakte zur Abu Sayaf Gruppe auf und trat ihr spätestens 1996 bei. Er gilt als Kettenraucher (ein Laster, welches eigentlich von Muslim Fundamentalisten nicht akzeptiert wird). "ROBOT" errang als Vergewaltiger und Bandit auf den Sulu Inseln eine gewisse "Berühmtheit". Er ist mit vielen Topp-Führern der MNLF (Moro National Liberation Front) und einigen Lokalpolitikern der südliche Provinzen der Philippinen verwandt. Bekannt machte ihn besonders die Gießelnahme von vornehmlich ausländischen Urlaubern von der malaysischen Ferieninsel Sipadan.

Mujib Susukan

Mujib Susukan alias MUJIB Mujib Susukan alias MUJIB ist Sohn des MNLF Führers Commander Susukan. Mujib wurde als Jugendlicher der Highschool verwiesen und gilt gemeinhin als ein im Hintergrund agierender Führer. Wie SABAYA hegt er eine Vorliebe für lange Kopfhaare und trägt fast immer eine dunkle Sonnenbrille. Sein Vater wurde in islamistischen "Rebellenkreisen" der Philippinen zur Legende, da es diesem als erstem NNLT-Kämpfer gelang, ein Flugzeug dre Luftwaffe abzuschießen.

Hector Janjalani

Hector Janjalani Hector Janjalani ist Geschäftsmann von Beruf und an verschiedenen Handelsaktivitäten beteiligt. Für einen Geheimdienstagenten war das eine ausgezeichnete Tarnung. Verglichen mit seinem jüngeren Bruder Khaddafy wirkt Hector freimütiger und offener. Er befindet sich gegenwärtig in Camp Crame in Haft.




Mitglieder

Von ursprünglich etwa 20 Mann auf Basilan zu Beginn der 90er Jahre war die Abu Sayyaf Gruppe bis Mitte der 90er auf etwa 600 und am Ende des Jahrzehnts (nunmehr inklusive Jolo) auf über 1.000 Personen angewachsen. Um die Jahreswende 2000/2001 dürften sich in der Region möglicherweise annähernd 2.000 Personen als "Abus" verstanden haben.

Das Außenministerium der USA geht davon aus, dass die Abu Sayyaf Gruppe etwa 200 "harte Kämpfer" unterhält, aber mehr als 2.000 Individuen traten der Gruppe nur im August 2000 bei, da sie dadurch motiviert wurden, Aussichten auf Anteile aus Lösegeldzahlungen zu erhalten, die für ausländische Geiseln gezahlt wurden.

Einige der Mitglieder der ASG studierten oder arbeiteten im Mittleren Osten und knüpften dort Verbindungen zu den Mudschaheddins während des Krieges in Afghanistan, und sie wurden häufig von Talibans ausgebildet.

Abdulmukim Edris

Abdulmukim Edris - Bomber Nr. 1 Ein weiterer, gut aussehender junger Mann wurde wegen Terrorismus festgenommen, und seine Geschichte ist fast so schillernd wie die von Amrozi in Indonesien. Abdulmukim Edris, ein 30jähriger Computerschüler, wurde in Manila verhaftet und ihm wird vorgeworfen, einen Bombenanschlag auf eine Einkaufszeile in Zamboanga geplant und durchgeführt zu haben. Die Polizei liegen Erkenntnisse vor, dass Edris weitere Anschläge in der Hauptstadt vorbereitete, wobei die amerikanische Botschaft, ein Einkaufzentrum und die Börse als Ziel auserkoren waren.
Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo sagte auf einer Pressekonferenz bei der der ruhig und scheu wirkende Edris den Medien präsentiert wurde: "Er ist der Topp-Bombenleger, der Nr.1-Bomber, der Abu Sayyaf."



  • Zur Führungsschicht der ASG zählten in der Phase der Formierung dieser Gruppe neben Janjalani und Akbar auch zwei jüngere Kadermitglieder: Abdul Ashmad war für Aufklärung und Edwin Angeles für militärische Operationen der Gruppe zuständig.


  • Nach Angaben des US State Departments wurde Abdurajak Abubakar Janjalani am 18. Dezember 1998 bei einem Gefecht mit der philippinischen Polizei getötet.


  • Als Hauptverantwortlicher der Geiselnahme im Jahr 2000 gilt Galib Andang alias Kommandeur Robot. Andang ist ein notorischer Krimineller, der seit längerem im Sulu-Archipel sein Unwesen treibt und als Drahtzieher in mehreren Erpressungs- und Kidnapping-Fällen gilt.


  • Viele Mitglieder der Abu Sayyaf Gruppe sind den Behörden namentlich bekannt, und es gibt von vielen auch Fotos. Dennoch kann (oder will?) die philippinische Polizei bzw. das Militär diese Leute nicht festnehmen.
Omar Daluyan
Omar Daluyan
Bakkal Hapilon alias Abu
Bakkal Hapilon alias Abu
Alhamzer Umbong
Alhamzer Umbong
Jumadil Arad alias Abu Huraira
Jumadil Arad alias Abu Huraira
Nur Mohammad Umog
Nur Mohammed Umong
Hamsiraji Sali alias José Ramirez Burkis
Hamsiraji Sali alias José Ramirez Burkis
Mauran Ampul alis Tiger Lock
Mauran Ampul alias Tiger Lock
Hamsiraji Radji Sali alias José Unding
Radji Sali alias José Unding
Omar Sahibol
Omar Sahibol
Gumbahali Jumbail
Gumbahali Jumbail
Abu Pula alias Dr. Abu
Abu Pula alias Dr. Abu
Basuan Pael
Basuan Pael
Jawani Susukan
Jawani Susukan
Ismin Sabiro
Ismin Sabiro



Struktur

Über die organisatorische Sruktur der Abu Sayyaf Gruppe gibt es derzeitig keine gesicherten Informationen.

Auf Jolo ist die ASG offensichtlich in die Patikul- und Talipao-Fraktion unterteilt, die nach dem jeweiligen Operationsgebiet und früheren Aufenthaltsorten der Sipadan-Geiseln benannt wurden.




Einfluss auf Regierung, Volk und Medien

Der Einfluss der Gruppe auf die philippinische Regierung, auf das Volk der Filipinos und auf die Medien des Landes ist weitgehend unbekannt. Es sprechen jedoch Anzeichen dafür, dass die ASG aus allen genannten Kreisen je nach politischem Standpunkt der Personen mehr oder weniger Unterstützung erfährt.




Ziele (Charta)

Da die ASG sich zu dem Zeitpunkt bis kurz nach ihrer Gründung nicht als klandestine Organisation verstand, war sie anfällig für das Einsickern von Elementen, die gänzlich andere Ziele als die ursprünglich formulierten verfolgten. Diese Ziele hatte Ashmad wie folgt benannt:

  1. Beseitigung aller katholischer Symbole in den muslimischen Gemeinschaften,

  2. Fischfangverbot ausländischer Flotten in den Gewässern von Basilan und Sulu und

  3. die Einbeziehung von Geistlichen (Ulema) in anstehende Verhandlungen.

Die Abu Sayyaf Gruppe verfolgt eine rein kriminelle Agenda. Sie kämpft im Grunde dafür, mittels krimineller Machenschaften Profite für die Gruppe zu erwirtschaften.

Es gibt Verwicklungen in Bombenattentaten, Entführungen und Erpressungen, um in den Gebieten der südlichen Philippinen auf dem westlichen Mindanao und in dem Sulu Archipel, die überwiegend von Muslems bewohnt werden, einen islamischen Staat zu errichten.




11. September 2001

Eine Stellungnahme der Gruppe zu dem Attentat auf das World Trade Center in New York vom 11. Septembers 2001 ist uns nicht bekannt.




Aktionen

Ab 1992 machte Abu Sayyaf mit ersten Entführungen auf sich aufmerksam und schreckte im Frühjahr des darauffolgenden Jahres nicht davor zurück, selbst einen fünfjährigen Jungen (Luis "Ton-Ton" Biel) und dessen Großvater zu kidnappen und erst gegen Zahlung eines Lösegelds wieder auf freien Fuß zu lassen. Dieses brachte offensichtlich die gesamte Basilan-ASG auf den Geschmack. Seither zählen Geiselnahmen - nebst Anschlägen gegen öffentliche Einrichtungen - zum wesentlichen Bestandteil ihrer Strategie.

  • allgemein: Mord, Entführung, Vergewaltigung, Brandstiftung

Entführung zumeist reicher Geschäftsleute und wohlhabender Touristen, Lösegelderpressungen und Terroranschläge gegen zivile Einrichtungen

Bei ihrem Angriff auf den Ort Ipil starben 1995 über 50 Menschen, und vor Weihnachten 1998 machten sie durch Granatenanschläge gegen Kirchen und ein Einkaufszentrum in Zamboanga City von sich reden, bei denen 60 Personen zum Teil schwer verletzt wurden.

Kommadeur Robot Der Überfall auf Ipil 1995 spielte sich kurz zusammengefasst wie folgt ab: Einmal im Jahr trafen Gelder, die sehr wahrscheinlich von verdeckt arbeiteten Mitarbeitern der US-Geheimdienste gezahlt wurden, nicht oder verspätet ein. Somit überfielen "Abu Sayyaf Truppen" die Kleinstadt Ipil in der Provinz Zamboanga del Sur. Sie beabsichtigten höchstwahrscheinlich, Banken in Ipil auszuplündern. Unerwarteterweise jedoch stießen sie dabei auf eine Gruppe philippinscher Soldaten, die nicht zum Ipil-Kommando gehörten, und die gerade in einem Restaurant beim Essen saßen. So kam es zu einem Feuergefecht, und dieses zog die Aufmerksamkeit der örtlichen Polizei- und Militäreinheiten auf sich. Den Einheiten war erst kurz zuvor befohlen worden, sich in ihre Kasernen zurückzuziehen, und folglich gerieten sie völlig ahnungslos in diesen Abu Sayyaf Überfall. Um die Aufmerksamkeit der Polizei und des Militärs von ihrem eigentlichen Vorhaben abzulenken, machten die Abu Sayyaf Banditen Ipil dem Erdboden gleich.

Geiselnahme 2000: In diesem Jahr entführte die Abui Sayyaf Gruppe von der kleinen malaysischen Ferieninsel Sipagan vor der Küste Borneos 30 Ausländer. Die Geiseln kamen aus Deutschland, Frankreich, Südafrika, Finnland, und ein amerikanischer Tourist gehörte auch zu ihnen.




Verbindungen

  • MNLF: Es sind zu Nur Misuari, dem Führer der MNLF auf Distanz gegangene Ex-MNLFler, die direkt oder indirekt mit Abu Sayyaf kooperieren. Damit aber kommt auf peripherer Ebene nolens volens auch die Staatsmacht ins Spiel.

    Die erzielte Beute kam nach Einschätzungen zuverlässiger Quellen vor Ort teilweise lokalen und regionalen Politikern und Militärs direkt oder indirekt zugute. Diese revanchierten sich, indem kaum eine Aufklärung - von einer rechtskräftigen Verurteilung ganz zu schweigen - spektakulärer Abu Sayyaf-Aktionen stattfand.

  • CIA?: Zufällig wurden bruchstückweise Informationen bekannt, die darauf hindeuten könnten, dass die Abu Sayyaf Gruppe indirekt eine Schöpfung des CIA ist. Wir sind uns nicht sicher, inwieweit das wirklich den Tatsachen entspricht, denn man muss vorsichtig sein, den CIA mit allem in Verbindung zu bringen, was irgendwie auf den Philippinen schief geht.

    Die Vorliebe einiger Menschen, routinemäßig den CIA für Dinge verantwortlich zu machen, die eigentlich der philippinischen Regierung obliegen, sind schlicht kindisch und verantwortungslos. Dennoch sind Informationen über die Abu Sayyaf Gruppe aus philippinischen Quellen und Nachrichten aus amerikanischen Zeitungen hauptsächlich aus dem Internet nicht gänzlich zu ignorieren. Viele Scheibchen diskreter Informationen ergeben zusammen einen Fall, oder zumindest dass die Abu Sayyaf Gruppe tatsächlich eine Mitschöpfung des CIAs war, die verdeckt operierte und von ausgesuchten Offizieren des Militärs mindestens bis in die Regierungszeit von Präsident Ramos hinein unterstützt wurde.

    Die Gelder und Waffen der Abu Sayyaf Gruppe wurden von verdeckt arbeitenden US Geheimdienstleuten geliefert, die wahrscheinlich mit dem CIA in Verbindung standen. Usama Bin Laden könnte sogar der wichtigste Kurier entweder für Abu Sayyaf Gelder oder die Waffen oder gar für beides gewesen sein.

  • Usama Bin Laden?: Ramzi Ahmed Yousef, ein vermuteter Mitstreiter von Bin Laden, wird direkt den Bombenattentätern auf das World Trade Center zugeordnet. Ramzi kommt nicht nur wegen seiner vermeindlichen Verbindung zu Bin Laden ins Gespräch, sondern in erster Linie deshalb, weil sich die Kidnapper der Sipagan Touristen schon bald nach der Entführung als Abu Sayyaf Mitglieder zu erkennen gegeben haben und eine ihrer Forderungen war, Ramzi aus amerikanischer Haft zu entlassen.

  • Philippinische Behörden: Offizielle Stellen bekundeten nach dem 11.September 2001, verstärkt gegen die International Islamic Relief Organisation (IIRO = Internationale Islamische Befreiungsorganisation) und von dieser unterstützten NGOs vorzugehen. Der von Mohamed Jamal Khalifa (einem Schwager Usama bin Ladens) geleiteten IIRO wird vorgeworfen, unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe auf Mindanao die ASG finanziert zu haben. Tatsächlich verbrachte Khalifa eine längere Zeit in den Südphilippinen mit Duldung und Wissen philippinischer Behörden und setzte sich 1996 ab. Mit Hilfe von IIRO-Geldern sollen auch Trainingsprogramme für indonesische Laskar Jihad-Anhänger auf Mindanao finanziert worden sein und zumindest informelle Verbindungen zur ASG bestanden haben.

  • Zur Provinzregierung von Basilan? : Heutiger [2001] Gouverneur von Basilan ist kein Geringerer als Wahab Akbar, der bei sämtlichen Entführungen der ASG in der Region seit Frühjahr 2000 im Hintergrund Fäden knüpfte und womöglich seinen Teil der seitdem geflossenen immensen Lösegeldsummen einheimste.

  • Streitkräfte der Philippinen (AFP = Armed Forces of the Philippines)
    Nach verlässlichen Informationen erhielten die Abu Sayyaf Partisanen militärische Geheimdienstausweise, Zufluchtsorte, Geleitbriefe, Handfeuerwaffen, Funksprechgeräte, und verschiedene finanzielle Unterstützungen von hohen Offizieren der philippinischen Streitkräfte.

    Edwin Angeles, einer der ehemaligen Führer der Abu Sayaff Gruppe auf Basilan, berichtete öffentlich nach der Wahl von 1995, dass die Abu Sayaf Gruppe für den Überfall und die Zerstörung der Stadt Ipil in der Provinz Zamboanga del Sur von 1995 die Verantwortung trug. Für diesen Überfall, so sagte Angeles, waren die Abu Sayyaf Kämpfer mit Militärfahrzeugen, Mörser und militärischen Handwaffen ausgerüstet. Die ganze Zeit über wurde Angeles von dem Polizeioffizier Rodolfo Mendoza, der inzwischen Polizeipräsident ist, "gedeckt".

  • Informanten: Weil die Abu Sayyaf Grupe hinter der Maske der muslimischen Befreiung im Land operierte, wurden Partisanen aus ihr von bestimmten Offizieren dazu verleitet, als Informanten über die Befreiungsbewegung auf dem südlichemn Mindanao zu dienen. Marites D. Vitug und Glenda M. Gloria und einige Polizeioffiziere fanden die Namen von mindestens drei hochrangigen Militärs bzw. Polizeioffiziere als Unterstützer und Handlanger bei Abu Sayyaf Unterlagen unter dem Halbmond der Rebellion auf Mindanao. Einer davon war der des ehemaligen kommandierenden Generals der Marines, Brigadegeneral Guillermo Ruiz, und die anderen waren die Polizeipräsidenten Leandro Mendoza und Rodolfo Mendoza.

  • Ihre Aufgabe hatte höchstwahrscheinlich darin bestanden, Abu Sayyaf Partisanen zu gewinnen und ihre Informationsquellen über die Bewegung der muslimischen Aufständischen anzuzapfen, um etwas über ihre Verbindungen zu anderen muslimischen Ländern und zu befreundeten Organisationen zu erfahren. Am Ende kontrollierten diese Offiziere aber nicht mehr ihre Abu Sayyaf Leute, sondern unterstützten sie, trainierten sie, schützten sie und gaben ihnen militärische Ausrüstungsgegenstände und Gelder vom CIA, die eigentlich dazu gedacht waren, den Geheimdienste der Streitkräfte zuzufließen.

  • Darüber hinaus wurde General Ruiz (heute ein pensionierter Offizier) noch in die Verhandlungen über die Freilassung von Abu Sayyaf Geiseln wohl aus dem Grund noch mit einbezogen, da die Abu Sayyaf Unterhändler ihm vermutlich als "Unterstützer" bis in die jüngste Vergangenheit trauen konnten.



Bemerkungen

Die Abu Sayaf Gruppe ist die kleinste und radikalste islamische Seperatistengruppe, die auf den Philippinen operiert.

Jedoch darf Abu Sayyaf nicht mit der Moro Islamic Liberation Front (MILF = Moro Islamische Befreiungsfront) verwechselt werden:
Die MILF und Abu Sayyaf sollten nicht in einen Topf geworfen werden und für den selben Hund nur mit anderem Fell gehalten werden. Dem ist weiß Gott nicht so. Die MILF hat ein politisches Programm - Abu Sayyaf verfolgt ein rein kriminelles Gewerbe. Die MILF kämpft darum, die eigene Kultur, die eigene Religion und damit die eigene Identität zu erhalten, während Abu Sayyaf nur darum kämpft, um aus kriminellen Taten Gewinn für die eigene Gruppe zu erwirtschaften.
Aus diesem Grund sollte die MILF unterschiedlich zu Abu Sayyaf behandelt werden. Die Abu Sayyaf Gruppe sollte als reine kriminelle Bande von der Polizei und/oder dem Militär gejagt und entsprechend bestraft werden. Die Grausamkeiten, die sie ihren Geiseln auf Basilan und den Sulu Inseln ausgesetzt hatten, zeigen, sie verdienen nur den starken Arm des Gesetzes. Die Polizisten und Soldaten haben recht, sie mit allen Mitteln aufzuspüren. Abu sayyaf darf es nicht gestattet werden, sich über das Gesetz hinwegzusetzen und damit auch noch durchzukommen.

Die MILF kämpft nach wie vor für die Unabhängigkeit der Moros (islamischer Bevölkerungsanteil) von den Philippinen.




Jüngste Aktionen:

  • März 2000: Eine militärische Großoffensive wurde gegen die MILF (Belagerungszustand, Einberufung paramilitärischer Einheiten, vollständige Straßensperrungen, Bankenschließungen, keine Flüge in bestimmte Gebiete, willkürliche Verhaftungen) eingeleitet, die vom Präsidenten Estrada (im Januar 2001 abgesetzt) gebilligt worden war.


  • September 2000: Nach dem Ende des Geiseldramas von Sipadan erklärte das Kommando Zentral-Mindanao der philippinischen Streitkräfte der MILF den "totalen Krieg" um die Zivilbevölkerung in und um Jolo City terrorisieren zu können.

  • Das Ziel war, die Schlagkraft der Counter-Terorist Force (CTF = Gegenterroristenkraft)im Fall von Geiselnahmen und bei Entführungen zu erhöhen. Die CTF war eine "Entwicklungshilfe" aus Washington an Manila, und es ist ein Militärkommando bestehend aus zwei Kompanien der philippinischen Streitkräfte, die von amerikanischen Antiterrorexperten speziell ausgebildet sind. Diese Kompanien werden im Bedarfsfall von Marines unterstützt.


  • November 2001: Alle Angehörigen des FBI, der CIA und des amerikanischen Militärs, die sich auf den Philippinen aufhielten, wurden aufgefordert, ihre Aktivitäten in dem Gebiet zu verstärken.


  • Januar 2002: Die USA startete ein Militärmaneuver auf den Philippinen. Über 600 amerikanische und 4.000 philippinische Soldaten begannen ihre Offensive gegen die Abu Sayyaf Gruppe in Zamboanga.


  • Februar 2002: Ungefähr 30 amerikanische Elitesoldaten landeten auf Basilan. Der Plan bestand darin, etwa 150 amerikanische Soldaten auf der Insel zu stationieren. Ihre Aufgabe sollte darin bestehen, philippinische Einheiten im Kampf gegen den Terrorismus in Dschungelgebieten auszubilden.
  • April 2002: Drei Bomben gingen auf öffentlichen Plätzen der südphilippinischen Stadt General Santos hoch und töteten 15 Menschen und mehr als 70 wurden verletzt.


  • August 2002: Eine Gruppe der christlichen Sekte der Zeugen Jehovas, die als Verkäufer von Tür zu Tür gingen, wurden auf der philippinischen Insel Jolo von vermeintlichen Muslimrebellen gekidnappt. Die Gruppe bestehend aus 3 Männern und 5 Frauen arbeitete für eine Kosmetikfirma und sie wurden in der Stadt Patikul entführt.




  • Februar 2004: Die Gruppe bekante sich zu einem Bombenabschlag an Bord einer Fähre in der Manila-Bucht. Sie fing Feuer, wobei mehr als 100 Menschen in dem bis dato schlimmsten terroristischen Angriff auf den Philippinen den Tod fanden.


  • Dezember 2004: Eine Explosion tötete mindestens 14 Personen und verletzte 70 andere am 12. Dezember 2004 in General Santos City. Es ist eine überwiegend von Christen bewohnte Stadt mit 500 000 Einwohnern, und sie liegt etwa 1000 km (620 Meilen) auf Mindanao südlich von Manila.


  • Februar 2005 (Valentinstag): 3 Bomben erschütterten das Land und ließen die landesweiten Feiern anlässlich des Valentinstag zu einem Albtraum werden. Die Bomben explodierten nahezu zeitgleich in General Santos City (18:30 Uhr), in Davao City (19:00 Uhr) und in Makati City (20:00 Uhr). Mindestens 12 Personen wurden getötet und etwa 140 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Abu Sayyaf Führer Abu Solaiman übernahm sofort die Verantwortung für die Terroranschläge in einem Telefonanruf bei dem Radiosender DZBB, der dort zwischen den einzelnen Explosionen einging.



Homepage

Es ist uns nicht bekannt, ob die Abu Sayyaf Gruppe eine Homepage im Netz unterhält.

oben

Phil. Chronik. . . . . . . . . . . . . . . . .Phil. Geschichte (Kap. 1)
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